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Die Verfügbarkeit von Wasser ist
immer im Zusammenhang mit der Temperatur zu
sehen. Generell gilt, dass bei geringen
Temperaturen auch die Wassergaben stark
einzuschränken sind.
Für die grünen Bromelien, die bei
vergleichsweise hohen Temperaturen kultiviert
werden, gelten zwei wesentliche Regeln: erstens
muss im Trichter immer ein wenig Wasser stehen,
auch während der Knospenbildung, und zweitens
muss das Substrat möglichst konstant
leicht feucht sein (d.h. keine
Staunässe und keine Austrocknung). Eine
allgemeingültige Regel für die Gießhäufigkeit
kann nicht aufgestellt werden. Regelmäßige
Substratkontrollen und Gießen nach Bedarf sind
ratsam. Unterschiedlich hohe Wasserstände im
Trichter sind für die Bromelien übrigens kein
Problem.
Die grauen Arten werden i.d.R. nicht getopft,
sondern epiphytisch auf Stein oder Holz
kultiviert. Sie beziehen ihre Feuchtigkeit aus
der natürlichen Luftfeuchtigkeit und durch
regelmäßiges Ansprühen.
Unter Zimmerbedingungen und Zimmertemperaturen
bei gleichzeitig niedriger Luftfeuchtigkeit kann
ein tägliches Besprühen der Pflanzen
erforderlich sein. Das morgendliche Besprühen
kommt dem natürlichen Rhythmus der Pflanzen,
d.h. der morgendlichen Taubildung, nahe und ist
die optimale Feuchtigkeitsversorgung. Es sollte
auf jeden Fall sichergestellt sein, dass die
Pflanzen zur Nacht abgetrocknet sind, zumindest
wenn die Pflanzen bei niedrigen Nachttemperaturen
kultiviert werden.
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Bei kühler Kultur, z.B. in
Treppenhäusern oder Schlafräumen, kann
wöchentliches Sprühen der Tillandsien im Winter
ausreichend sein, mit steigenden Temperaturen im
Sommer sind auch die Wassergaben zu steigern.
Überhöhte Wassergaben können leicht zu einer
Veralgung der Pflanzen führen, die sich negativ
auf das Aussehen und die
Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit der Saugschuppen
auswirkt.
Bromelien stellen hohe Ansprüche an die
Qualität des Wassers. Generell geeignet ist
Regen-, Fluss- oder Teich- und auch
Aquarienwasser, da es geringe Mengen an
Nährstoffen enthält und geeignete Härtegrade
aufweist. Es sollte aber auf die Sauberkeit
geachtet werden. Auch Regenwasser kann in
Industriezonen stark schadstoffbelastet sein,
insbesondere sollte das erste Regenwasser nach
längeren Trockenperioden nicht verwendet werden.
Transportabler
Epiphytenstamm mit integrierter Wasserquelle zur
Erhöhung der Luftfeuchtigkeit
Quelle: Andreas Böker |
Extrem hartes Wasser ist ebenfalls nicht
geeignet, da der darin gelöste Kalk auf den
Blättern weiße Flecken und Gießränder
verursachen kann und im Extremfall die
Saugschuppen verkrusten, so dass diese keine
Feuchtigkeit mehr aufnehmen können. Stark
kalkhaltiges Wasser muss daher entkalkt werden,
z.B. durch die Entkalkung mittels Torf (Torf in
einem Stoffbehälter in das Gießwasser legen und
mehrere Stunden wirken lassen).
Das Gießwasser muss ausreichend temperiert sein
(mindestens 15°C), im Idealfall sollte es
Umgebungstemperatur aufweisen. |
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