Deutsche Bromelien-Gesellschaft e.V. (DBG)

Bromelien Kultur Wachstumsfaktoren Substrate
 
   
Substrate  
                         


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Insbesondere grüne Bromelien werden in Töpfen kultiviert. Entsprechend ihren natürlichen Wachstumsbedingungen als Epiphyten benötigen die grünen Bromelien ein lockeres, salzarmes und eher saures Substrat (pH-Wert um 5,5). Empfohlen werden hier insbesondere Rindenkultursubstrate, wie sie auch als Orchideenerden angeboten werden. Spezielle Bromeliensubstrate sind nicht oder nur selten im Handel.

Als Töpfe bieten sich einfache Kunststofftöpfe an, wobei Bromelien zur Förderung der Durchwurzelung in eher kleinere Töpfe gepflanzt werden. Tontöpfe werden wegen der Verdunstungskälte, die an der Topfaußenseite entsteht , nicht verwendet, da die Bromelien einen eher warmen Fuß lieben. Optisch sehr ansprechende „Töpfe“ lassen sich aus Korkröhren leicht selbst herstellen und ergeben sehr natürlich aussehende (Über-)Töpfe.

Eine ausführliche Anleitung zum Bau von Korktöpfem finden Sie in der Bromelie 3/2001, S.83-84. Zum Nachbestellen dieser Ausgabe klcken Sie hier....



Grüne Bromelie im Korktopf
Quelle: Andreas Böker

Die atmosphärischen Bromelien werden allgemein auf Stein oder Holz kultiviert. Diese Art der Kultur entspricht den natürlichen Lebensbedingungen, besiedeln Tillandsien doch alle Arten von Bäumen, Felsen und auch solch exponierte Standorte wie Hausdächer oder Telefondrähte.

Geeignetes Holz zum Aufbinden der Bromelien muss lange haltbar sein, um ein ungestörtes Wachstum der Pflanze über Jahre zu ermöglichen. Darüber hinaus sollte es auch optisch interessant sein.
    Tillandsien auf Telefondrähten
Quelle: internet/Verfasser unbekannt

Als sehr gut geeignet hat sich Rebholz erwiesen, das in Weinanbaugebieten problemlos zu beschaffen ist, ansonsten zeitweise als Dekorationsmaterial in Gärtnereien zu erhalten ist. Ein Nachteil des Rebholzes sei nicht verschwiegen: es ist holzwurmgefährdet und daher in größeren Sammlungen heute nur noch wenig vertreten. Als Alternative bietet sich Robinienholz oder das Holz gewisser Koniferenarten (Lebensbaum, Wachholder) an. Bei den genannten Materialien liegt die Lebensdauer bei mindestens 5 Jahren. Eichenholz hingegen kann bereits nach 2 Jahren so morsch sein, dass die Hölzer auseinanderbrechen.

Zur Befestigung der Pflanzen auf dem Holz haben sich zwei Techniken durchgesetzt: das Aufkleben mittels Heißkleber (Achtung: Vor dem Einsetzen der Pflanzen abkühlen lassen!) oder anderen Kontaktklebern und das Aufbinden mittels Kupferdraht oder Nylonbändern. Nylonbänder lassen sich aus quer zerschnittenen Feinstrumpfhosen leicht selbst herstellen und sind hervorragend stabil und zugleich dehnbar.

Die Pflanzen werden in ihrer natürlichen Wuchsrichtung (es gibt auch hängend wachsende Tillandsien!) möglichst unsichtbar auf der Unterlage befestigt. Besitzt die Pflanze Wurzeln, reicht meistens die Befestigung der Wurzeln auf der Unterlage. Bei guter Pflege wird die Pflanze weitere Wurzeln bilden und sich mit ihrer Unterlage verbinden. Sonst muss die Befestigung durch vorsichtiges „Einfädeln“ des Bandes in die untersten Blätter erfolgen. Das Hinzufügen von Moosen oder anderen Pflanzstoffen an der Befestigungsstelle ist nicht ratsam, hier kann es schnell zu Fäulnis kommen.

Eine Ausführliche Anleitung zum Aufbinden von Tillandsien finden Sie in der Bromelie 2/2002, S.52-54. Zum Nachbestellen dieser Ausgabe klcken Sie hier....
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