Deutsche Bromelien-Gesellschaft e.V. (DBG)

Die DBG Sammlungen Pia Roesslein
 
   
P. Roesslein
Kirchberg
 
                       


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Tillandsien in luftiger Höhe


Trichterbromelien

Nur von Wasser und Luft …


sollen diese anspruchslosen 'Gesellen' leben, die wie Gemüse anfangs der 1980er Jahre bei Pflanzen-Kölle in einem Karton lagen – ohne Topf und ohne Wurzeln. Ich konnte das kaum glauben. Als ich dann wenige Wochen später bei einer Kakteenausstellung im Stuttgarter Raum diesen 'Gesellen' wieder begegnet bin, diesmal allerdings nicht in einem Karton, sondern auf Rebholz aufgebunden und dazu noch einen Ansprechpartner traf, der mir sehr anschaulich die Lebensweise und Herkunft dieser Pflanzen beschrieb und die Pflege sich eigentlich sehr einfach anhörte, war es geschehen. Wenn das stimmt: Endlich keine Blumentöpfe mehr säubern, keine Diskussionen mehr über die Zusammensetzung der Erde, wann und wie viel Giessen!

Zu meiner 'Grundausrüstung' gehörten damals Tillandsia albertiana, T.flabellata, T.ionantha und T.fuchsii, die mein Mann dann zuhause nach den Hinweisen von Herrn Witschel auf einem Wurzelstück befestigte, was leichter erklärt war als hinterher ausgeführt. Die Pflege allerdings klappte auf Anhieb – Herr Witschel hatte nicht zuviel versprochen. Tillandsia albertiana und T.flabellata besitze ich noch heute. Klar, dass dann bei jeder sich bietenden Möglichkeit neue Pflanzen dazu kamen und so der Grundstock für eine mittlerweile sehr ansehnliche Sammlung gelegt wurde.

Mit jeder neuen Pflanze stellten sich neue Fragen (wie aufbinden: nach oben/unten?) und das eine oder andere Problem mit Ungeziefer galt es auch zu lösen. In den regelmässigen Treffen der Stuttgarter Regionalgruppe und später dann durch die Mitgliedschaft in der Deutschen Bromelien-Gesellschaft erhielt ich aber immer viele wertvolle Informationen. Gerade durch Diskussionen und Gespräche mit Gleichgesinnten kann man sich das Experimentieren ersparen und auf schon erprobte Tricks und Mittelchen zurückgreifen.


Tillandsia latifolia
– mein ganzer Stolz – aber wegen der Grösse regelmässig ein Sorgenkind für das Winterquartier
Je nach Wetterlage beginne ich bereits im April, mit einem Teil meiner Pflanzen in den Garten "umzuziehen", Mitte Mai sind dann alle Pflanzen entsprechend ihren Ansprüchen im Garten, wo je nach Ansprüchen sowohl sonnige wie auch schattige Plätze geschaffen wurden. Während der Freiluftsaison hilft mir oft der Wettergott bei der Pflege, manches Mal bekomme ich allerdings Ärger mit ihm, wenn er es zu gut meint! Jedes Jahr im Herbst stellt sich dann die fast unlösbare Aufgabe, beim "Umzug" in den Wintergarten wieder alles unterzubringen. Sie werden dort zusammen mit Kakteen und Sukkulenten gehalten, wo es zwei Tem- peraturbereiche gibt: im 'kalten Bereich' sinkt die Temperatur nicht unter 8° C, im 'warmen Bereich' nicht unter 12° C.

Wer Interesse hat, meine Sammlung mal aus der Nähe zu betrachten, kann mich gerne nach telefonischer Voranmeldung besuchen.


Tillandsien
... im Sommerquartier
in voller Sonne an einem geschützten Platz


Tillandsien
... im Winterquartier
(Ausschntt)

Pia Rösslein, Burgstaller Strasse 21, 71737 Kirchberg/Murr, 07144 – 366 39
oder per
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